Erasmus-Projekt zur Mädchenarbeit

Unter dem Titel „Empowerment Education of Girls and young Women through educating youth educators and creating girls centres“ haben sich Projektpartnerinnen aus Polen, Belgien und Deutschland zusammengefunden. Der Mädchentreff Zimtzicken, Fundacja Autonomia aus Krakau sowie Garance ASBL aus Brüssel entwickeln gemeinsam eine Handreichung und ein Fortbildungskonzept zur Mädchenarbeit. Das Projekt startete im September 2019 und endet im Dezember 2021.

Unter der Verantwortung des Mädchentreffs ist bereits ein Modellhandbuch zum Aufbau und Betrieb eines Mädchentreffs entstanden. Darin enthalten sind u.a. die wichtigsten Themen, die in der Arbeit mit Mädchen aufkommen, die eigene Haltung als Jugendsozialarbeiter*in, Empowerment und Ausstattung und Finanzierung eines Mädchentreffs.

Garance aus Brüssel steuerte eine Anleitung zur feministischen Selbstverteidigung für Mädchen und junge Frauen bei. Die Grundlagen der feministischen Selbstverteidigung wurden außerdem in einem Workshop an die Projektpartnerinnen vermittelt.

Fortbildung „Vielfalt (an)erkennen und stärken“ am 6. September 2021 im Frauenzentrum. Foto: Huyen Nguyen Thanh

Der dritte Teil ist ein Kompetenzmodell für Personen, die in der Mädchenarbeit aktiv sind oder es werden wollen: Welche Eigenschaften und Fähigkeiten braucht es, um gute Empowermentarbeit zu machen? Das Kompetenzmodell wurde durch Autonomia erarbeitet. Begleitend dazu fand im Mai 2021 ein mehrtägiger Workshop mit Fachkräften aus allen drei Partnerorganisationen statt.

Jede der Projektpartnerinnen führt außerdem vor Ort eine Fortbildung mit den Inhalten des Modellhandbuches durch. In Potsdam fand diese unter dem Titel „Vielfalt (an)erkennen und stärken“ statt.

Und in jedem Partnerland gibt es einen Beirat aus lokalen Expert*innen aus Jugend- und Sozialarbeit, Politik und Verwaltung, der das Projekt begleitet.

Abgeschlossen wird das Projekt im Herbst 2021 mit jeweils einer Konferenz in Polen, Deutschland und Belgien, auf der die Ergebnisse des Projekts vorgestellt sowie zukünftige Entwicklungen für die Mädchenarbeit vor Ort besprochen werden.

Neben der konkreten Zusammenarbeit ist das Projekt für uns eine Chance, gleichstellungspolitische Akteurinnen aus verschiedenen Ländern kennenzulernen, ihre jeweiligen Stärken, Expertisen, aber auch Herausforderungen kennenzulernen und durch die Vernetzung gegenseitige Unterstützung zu schaffen.

Die Handreichung zum Aufbau und Betrieb eines Mädchentreffs haben wir auch als Podcast vertont. Die einzelnen Folgen sind im Bereich „Publikationen“ veröffentlicht.