Stadtteilmütter in Potsdam

Eine quartiersbezogene Strategie zur gelingenden Nutzung von Integrationspotentialen in der Landeshauptstadt Potsdam

„Stadtteilmütter Potsdam“ ist ein Projektvorhaben des Autonomen  Frauenzentrums Potsdam e.V. in Kooperation mit der Landeshauptstadt Potsdam und der ProPotsdam .

Das Stadteilmütterprojekt ermöglicht es Frauen mit Migrationshintergrund, im Stadtteil ein Handlungswissen zu vermitteln, dass Frauen und ihre Familien stärkt. Es befähigt sie, eine schnellstmögliche Einbindung von jungen Zuwandererfamilien in das Bildungs- und Sozialsystem zu eröffnen.

 

Stadtteilmütter sind Multiplikatorinnen, die allein durch ihre kulturelle Zugehörigkeit in den Communitys sozial und gesellschaftlich wertvoll wirken können. Durch ihre bereits vorhandene Vernetzung innerhalb der Communitys verfügen die Stadtteilmütter über eine Vielzahl von Kontakten. Diese Kontakte tragen zur Informationsverbreitung und neuen Vernetzung innerhalb der neuen Nachbarn bei. Somit ist das Wirken der Stadtteilmütter über den Stadtteil hinaus garantiert.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier: https://www.stadtteilmuetter-potsdam.de/

 

100 Jahre Frauenstimmrecht

Es gibt viele Gründe, im Herbst 2018 in Potsdam ein ‚Frauenwahllokal‘ zu eröffnen. Zum einen gilt es, die Einführung des Frauenstimmrechts in Deutschland am 12. November 1918 zu würdigen. Es geht aber auch darum zu klären, was Frauenpolitik auf lokalpolitischer Ebene überhaupt bedeutet – was es zu fordern und zu fördern gilt.

Am 12. November 1918 wurde in Deutschland das allgemeine, gleiche und geheime Wahlrecht eingeführt. Damit waren – nach langen Kämpfen darum – endlich auch Frauen sowohl stimmberechtigt als auch im Sinne des passiven Wahlrechts wählbar. Dieses historische Ereignis ist ein wichtiger Anlass zur Rückschau auf den langen Weg, der in Europa von der Französischen Revolution bis in die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts hinein gegangen werden musste, um das allgemeine Wahlrecht als eine der zentralen Grundlagen der Demokratie zu etablieren. Es ist aber auch ein wichtiger Anlass, um Rechenschaft abzulegen, welche Auswirkungen das „männliche Wahlprivileg“ vor allem für Frauen gehabt hat und vor welcher Situation wir derzeit frauenpolitisch im Land Brandenburg und in der Landeshauptstadt Potsdam stehen.

Die Angebote des Frauenwahllokals richten sich an alle, die sich für die Geschichte der Frauenbewegung und grundsätzlich für Frauenpolitik interessieren. Angesprochen werden aber auch aktive Politikerinnen, mit denen über unterschiedliche Themen der Frauenpolitik gesprochen werden soll. Über die persönliche Ansprache hinaus ist es ein Anliegen des Projektes mittels neuer Medien junge Frauen anzusprechen und zur politischen Teilhabe anzuregen.

Ein erster Blick zeigt, dass noch img_0207einiges zu tun ist, damit das Eiscafé „Evas Sünde“ zu einem „Frauenwahllokal“ mit Ausstellung und reichlich Informationsmaterial wird.