Pressemitteilung: Frauenzentrum erhält Ehrenamtspreis

Am Donnerstagabend, 29.01.2026, wurde dem Autonomen Frauenzentrum Potsdam e. V. der Engagementpreis des Verbandes für gesellschaftliches Engagement e.V. (VGE) im Rahmen des Jahresempfangs verliehen. In Vertretung für den Vorstand nahmen die ehrenamtlichen Vorstandsfrauen, Heiderose Gerber und Jenny Pöller, den Preis im Auditorium Friedrichstraße entgegen und erlebten ein Abend ganz nach dem angekündigten Motto „Offene Kultur. Lebendige Teilhabe.[1]

 

Das Autonome Frauenzentrum Potsdam bedankt sich herzlich für die große Anerkennung, die dem Verein mit der Auszeichnung des Engagementpreis entgegengebracht wird. Besonders liegt dem Verein die Ermöglichung von niedrigschwelligen Kultur- und Begegnungsangeboten am Herzen, die im Frauenzentrum auch in Form von selbstorganisierten Gruppen neben den Vereinsmitgliedern ein aktives Standbein sind.

Gesellschaftliche und ökonomische Bedingungen erschweren es gegenwärtig vielen Personen, ehrenamtlich tätig zu sein, sich in Vereinen einzubringen und somit Selbstwirksamkeit und Solidarität zu erleben. Besonders für Frauen ist es oft eine Hürde, öffentliche Ämter anzutreten oder Engagement mit Lohnarbeit oder Familie in Einklang zu bringen. Gleichzeitig sind ehrenamtliche Strukturen auch die, welche Menschen in schwierigen Situationen auffangen, wenn staatliche Sozialstrukturen versagen. So betont Ayse Gül Gülmüs der Gruppe Femia, die sich im Frauenzentrum triff:

 

„Für uns [..] hat das Frauenzentrum eine besonders große Bedeutung. Seit wir 2021 unsere regelmäßigen Treffen dort begonnen haben, wurde dieser Ort zu einem Stück Heimat in der Fremde. Hier konnten wir zusammenkommen, über die Herausforderungen unseres Ankommens sprechen, Lösungen finden, uns gegenseitig stärken und auch einfach mal lachen, feiern, leben. Dass wir uns in Potsdam willkommen fühlen, hat viel mit der Offenheit dieses Hauses zu tun. Das Frauenzentrum ist ein Ort, der allen Frauen offensteht- unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebenssituation. Hier treffen sich Frauen aus vielen Ländern. Hier entstehen Freundschaften, neue Wege und manchmal sogar kleine Wunder des Miteinanders.“

 

Gerber sagt: „Das Frauenzentrum und seine Kultur- und Gewaltschutzprojekte sind aus Engagement und Solidarität von und für Frauen entstanden. Den Preis zu erhalten und die Wertschätzung durch die Laudation von Femia zu hören, ist berührend und gibt einen Motivationsschub.“ Jenny Pöller ergänzt: „Der Preis zeigt uns, dass wir mit intersektionalem Feminismus und niedrigschwelligen Kultur- und Begegnungsangeboten den Zahn der Zeit treffen. Räume für soziales Engagement anzubieten kann Brücken bauen und Freundinnenschaften entstehen lassen. Somit ist das ein Teil des Mosaiks der Gewaltprävention.“

[1] https://www.vge-ev.de/neujahresempfang-und-preisverleihung-2026/

PM AFZ erhält Ehrenamtspreis