Frauen ins Zentrum – Orte der Sichtbarkeit und Solidarität

EINLADUNG

Dreiteilige Veranstaltungsreihe zu den neuen Straßennamen in Potsdams Mitte

 

Frauen prägen Demokratie, Kultur und politischen Wandel – doch im öffentlichen Raum bleibt ihr Wirken oft unsichtbar. Ob bei der Verteilung politischer Ämter oder in der historischen Erinnerung: Frauen sind bis heute unterrepräsentiert. Gleichzeitig waren es vor allem Frauen, die mutig für Gleichberechtigung, Freiheit und Solidarität eingetreten sind – häufig im Hintergrund, selten gefeiert.

Ein Schritt zu mehr Sichtbarkeit wurde 2019 in Potsdam getan: Die Stadtverordnetenversammlung beschloss, drei Straßen in der „Neuen Mitte“ nach bedeutenden Potsdamerinnen zu benennen. Dieser Impuls ging von der Projektgruppe Frauenwahllokal aus, die zum 100. Jubiläum des Frauenwahlrechts in Deutschland die ersten Kommunalpolitikerinnen in Potsdam erforscht hat. Die neuen Straßen tragen seit 2024 die Namen von Erika Wolf, Anna Zielenziger und Anna Flügge.

Im März 2025 folgte ein weiterer Meilenstein: Mit dem Einzug des Autonomen Frauenzentrums Potsdam, des Frauenpolitischen Rates Land Brandenburg und des Netzwerks der brandenburgischen Frauenhäuser an den Alten Markt 6 entstand erstmals ein gemeinsamer, zentraler Ort für frauen- und gleichstellungspolitische Arbeit. Was heute selbstverständlich wirkt, ist das Ergebnis langer, hartnäckiger Auseinandersetzungen – und ein Ausdruck gelebter feministischer Solidarität. Seit diesem Jahr trägt der Ort den Namen *innenRaum – Feminismus im Zentrum.

Hierher lädt Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel gemeinsam mit dem Autonomen Frauenzentrum herzlich zum zweiten Teil der Veranstaltungsreihe rund um die neuen Straßennamen ein.

Im Mittelpunkt steht diesmal die frühere Vorsitzende des Israelitischen Frauenvereins Potsdam, Anna Zielenziger (1867-1943). Die Heirat mit dem jüdischen Getreidehändler Julius Zielenziger führte sie nach Potsdam. Der nationalsozialistische Terror vertrieb sie nach Holland, wo sie im „Judendurchgangslager“ Westerbork starb.

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie unserer Einladung folgen!

 

Programm 26. Mai 2026 – 18 bis 20 Uhr

Veranstaltungssaal Alter Markt 6

 

18 Uhr

Begrüßung durch Katrin Aechtner, Geschäftsführerin des Autonomen Frauenzentrums Potsdam

Grußwort der Potsdamer Oberbürgermeisterin Noosha Aubel

Grußwort von Michael Zielenziger, Urenkel von Anna Zielenziger aus den USA

Grußwort von Gideon Weil, Urenkel von Anna Zielenziger aus Israel

 

18: 20 Uhr

Kurzvortrag von Dr. Irene Diekmann (ehemalige stellvertretende Direktorin des Moses Mendelssohn Zentrums Potsdam) zum jüdischen Leben in Potsdam zu Anna Zielenzigers Zeit

 

18:30 Uhr

Kurzvortrag Jeanette Toussaint (Ethnologin) über Anna Zielenziger

 

18:50 Uhr

Enthüllung einer Tafel an der Anna-Zielenziger-Straße 1-3 als Teil des „Historischen Parcours“, der auf mehr als 40 Tafeln über besondere Gebäude und Persönlichkeiten der Landeshauptstadt Potsdam informiert

Grußwort: Roman Poosch, Mitglied des Vorstands der Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG

 

Anschließend

Austausch und Begegnung im Autonomen Frauenzentrum bei Snacks und Getränken

 

Moderation: Jeanette Toussaint

 

Kategorie: Gespräch

Veranstaltungsort

Autonomes Frauenzentrum Potsdam e.V.
Alter Markt 6
14467 Potsdam
Tel: 0331 967 93 29
Fax: 0331 95 130 095
kontakt@frauenzentrum-potsdam.de
www.facebook.com/AutonomesFrauenzentrumPotsdamEv

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